Much has been written about Rainer Maria Rilke’s Cornet, one of the most influential literary works of the twentieth century. Defined as “prose poetry,” the short text still strikes both for its content, oscillating between the glorification of war and its absurdity, and for its form, which uses a dry, spare language, at times sweet and seductive, creating a contrast that reflects the protagonist’s inner life. The story of the young soldier Christoph Rilke, appointed “Cornet” on the field, and therefore standard-bearer, during the war of the European forces against the Turks in 1663, has been set to music numerous times: by Paul von Klenau to Viktor Ullmann to Kurt Weill to Siegfried Matthus. Perhaps the musical version closest to Rilke in terms of rhythm, color, and intensity is that of Frank Martin for female voice and chamber orchestra.

 

 

Über Rainer Maria Rilkes „Cornet“, eines der einflussreichsten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts, wurde viel geschrieben. Der kurze Text wird als „Poesie in Prosa“ beschrieben, und beeindruckt sowohl durch seinen Inhalt, der zwischen Kriegsverherrlichung und dessen Absurdität schwankt, als auch durch seine Form, die sich einer trockenen, kargen, manchmal süßen und verführerischen Sprache bedient und so einen Kontrast schafft, der das Innenleben des Protagonisten widerspiegelt. Die Geschichte des jungen Soldaten Christoph Rilke, der im Krieg der europäischen Streitkräfte gegen die Türken 1663 auf dem Feld zum „Cornet“ und damit zum Bannerträger ernannt wird, wurde mehrere Male vertont: von Paul von Klenau über Viktor Ullmann und Kurt Weill bis hin zu Siegfried Matthus. Die Version für Frauenstimme und Kammerorchester von Frank Martin ist in Rhythmus, Farbe und Intensität vielleicht diejenige die Rilke am nächsten kommt.